Auf Christoph Neubauers Initiative hin beauftragte ihn die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH 1999, den Giebel eines Wohnhauses aus den 1950iger Jahren am Frankfurter Marktplatz mit einem dreidimensional wirkenden Wandbild zu gestalten. Das Wandbild sollte das historische Bolfrashaus darstellen, welches sich bis 1945 an genau dieser Stelle befand. Neubauer wollte mit diesem Wandbild die Frankfurter auf die historische Bebauung des Marktplatzes aufmerksam machen und damit dem gesichtslosen Stadtzentrum etwas seiner historischen Identität zurückgeben. In dreimonatiger Arbeit malte Neubauer das historische Haus an den Giebel. Um den Erker realistisch darstellen zu können, wurden die Flurfenster des Gebäudes durch Kunststoffplatten bis auf die Größe der historischen Erkerfenster verkleinert.  Neubauer spielte bei dieser Wandbemalung so mit der Perspektive, dass der Betrachter vom Marktplatz aus den Eindruck hatte, dass sich das Bolfrashaus räumlich vom Giebel  abhob. Ein Pult mit einem von Christoph Neubauer erarbeiteten Informationstext zur Geschichte des Bolfrashauses und historischen Fotos wurde auf dem Marktplatz aufgestellt, um dem Betrachter die nötigen Hintergrundinformationen zu liefern. Schnell wurde das Wandbild zu einer Touristenattraktion der Stadt und ein fester Bestandteil der Stadtführungen der Touristeninformation Frankfurt (Oder).  Das Wandbild machte das historische Haus international so bekannt, dass die Europäische Union 2013 3,7 Millionen Euro Fördermittel bewilligte, um das Bolfrashaus an historischer Stelle wieder aufzubauen. 2014 wurde das Wandbild für den Bau des neu errichteten alten Bolfrashauses abgerissen.

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Die Fassade vor der Bemalung.

Die Fassade nach der Bemalung.